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4K Gaming Monitor – Der ultimative Kaufratgeber

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Beim Kauf des richtigen Gaming Displays gilt es einige Punkte zu beachten. Insbesondere bei Ultra-HD Bildschirmen solltest du auf das verbaute Panel achten. Spielst du gerne Shooter, so solltest du zu einem TN-Panel greifen. Zockst du nur gelegentlich, so reicht auch ein Display mit IPS-Panel. Warum das so ist und auf welche technischen Details du noch achten solltest, erfährst du in diesem spannenden Beitrag. Doch zuerst, unsere Top 5 Gaming Displays im Vergleich:

 

Top 4K Gaming Bildschirme im Vergleich

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Iiyama GB2888UHSU-B1 AMD Gamer Nvidia Gamer Nvidia Gamer Samsung U28E590D Preis-Tipp
ModellIiyama GB2888UHSU-B1Acer Predator XB281HKAcer Predator XB321HKSamsung U28E590DAsus MG28UQ
Bewertung
Auflösung3.840 × 2.1603.840 × 2.1603.840 × 2.1603.840 × 2.1603.840 × 2.160
Bildschirmgröße28 Zoll28 Zoll32 Zoll28 Zoll28 Zoll
Panel-TypTN (matt)TN (matt)IPS (matt)TN (matt)TN (matt)
Bildwiederholrate60Hz60Hz60Hz60Hz60Hz
Seitenverhältnis16:916:916:916:916:9
Reaktionszeit1ms1ms4ms1ms1ms
HDCP 2.2
Preis

444,74 €

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608,63 € 649,00 €

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Auf folgende Eigenschaften solltest du vor dem Kauf eines 4K Gaming Bildschirmes achten.

Bei actionreichen Games kann ein guter 4K Gaming Monitor den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage bestimmen. Egal ob Shooter, Sport, Renn- oder andere actionreiche Spiele, ist der Monitor reaktionsträge, wirst du dein mögliches Potential nie ausschöpfen. Im Rennsport gewinnt immer der, der das beste und schnellste Auto fährt. Fahrerisches Können ist inzwischen zweitrangig geworden. Wer das beste Formel 1 Auto baut, fährt vorne mit.

Nicht anders ist es in der digitalen Welt. Wer schnelle Hardware nutzt, wird immer einen Vorteil gegenüber Anderen haben. Neben einer schnellen Internetleitung mit niedrigem Ping, einer guten Gaming Maus und einer lag freien mechanischen Tastatur, kommt es auch besonders auf einen reaktionsschnellen 4K Gaming Monitor an. Dabei kann der Gamer immer nur so gut sein, wie es das schwächste Glied in der Kette zulässt. Wenn alle Geräte gut miteinander harmonieren, werden die oberen Ränge leichter zu erreichen sein. Denn, je schneller der Bildaufbau durch den Monitor erfolgt und je niedriger der Input Lag ist, desto schneller kannst du reagieren.

Battlefield auf 4K Gaming Monitor

 

Welche Unterschiede gibt es zwischen einem normalen und einem 4K Gaming Monitor?

Vereinfacht dargestellt gibt es drei Kategorien in die PC Bildschirme eingeteilt werden können:

Diese Bildschirme richten sich an die meisten Nutzer und sind für die universelle Anwendung konzipiert. Sie sollen möglichst alle Nutzungsbereiche abdecken. Im Internet surfen, Fotos und Videos bearbeiten, Office und Webdesign. Aber auch zum Zocken sind diese Modelle gut geeignet. Selbst für schnelle First Person Shooter.

Sie sind meist mit einem modernen IPS Panel ausgestattet, welches für die allgemeine Nutzung hervorragend geeignet ist. Ein IPS Display bietet einen guten Kontrast, tolle leuchtstarke Farben, eine hohe Blickwinkelstabilität und ist inzwischen kostengünstig zu bekommen. Die Reaktionszeit ist mit gut bis sehr gut zu bewerten. Sie liegt durchschnittlich bei 5 Millisekunden, was für normale Gamer absolut ausreichend ist.

Dies sind Bildschirme die speziell für die professionelle Bildbearbeitung ausgelegt sind. Hier kommt es vor allem auf die sehr hohe Farbtreue und die exzellente Blickwinkelstabilität an. Auch ein guter Kontrast ist besonders wichtig. Der sRGB Farbraum wird vollständig abgedeckt und der AdobeRGB Farbraum liegt idealerweise auch bei nahezu 100%.

Richtig gute Displays kosten meist im vierstelligen Bereich. Es kommt ein IPS oder ein VA Panel zum Einsatz. Je nach Model eignen sie sich auch fürs Gaming zwischendurch. Je nach Panel kann die Reaktionszeit zwischen 5 bis 20 Millisekunden und sogar höher liegen.

Zu guter letzt gibt es 4K Gaming Monitore die speziell auf die Bedürfnisse von Gamern ausgelegt sind. Sie richten sich meist an hartgesottene Liebhaber von actionreichen First Person Shootern. Counterstrike, Call of Duty, Battlefield oder League of Legends, um die Beliebtesten zu nennen. Aber auch bei Echtzeitstrategie-Fans sind sie heiß begehrt. Denn wer im E-Sport Bereich aktiv ist weiß, hier zählt jede Millisekunde. Je schneller der Bildaufbau erfolgt, desto früher kann auf das Geschehen im Game gekontert werden.

Hier legen die Bildschirmhersteller besonderen Wert auf den blitzschnellen Bildaufbau. Eine schnelle Reaktionszeit ist Pflicht um Konkurrenzfähig zu sein. Sie liegt meist bei 1-2 Millisekunden. In diesen Exemplaren ist zu 99% ein schnelles TN Panel verbaut. Diese haben die schnellste Reaktionszeit auf dem Markt. Meist nicht relevant, aber ein niedriger Input Lag ist ebenso wichtig. Allerdings gibt es im PC Bereich keine großen Probleme mit dem Input Lag, sofern kein V-Sync aktiviert ist. Weiter unten im Text erfährst du mehr darüber.

 

Worauf kommt es bei einem 4K Gaming Bildschirm an?

Eine schnelle Reaktionszeit ist das A und O eines guten 4K Gaming Monitors. Wer mit seinem Display hauptsächlich zocken möchte, kommt um ein TN Panel (Twisted Nematic) nicht herum. Sie bieten eine sehr schnelle Reaktionszeit (Gray to Gray), eine hohe Bildwiederholrate und ein scharfes schlierenfreies Bild. Zudem sind sie am preisgünstigsten und haben einen niedrigen Stromverbrauch.

Allerdings eignet sich ein TN Panel nicht besonders gut für die Bildbearbeitung. Die Blickwinkelstabilität ist nicht ausreichend gut und die Farbtreue dadurch mäßig. Für das Bearbeiten von Urlaubsfotos und Videos aber absolut ausreichend. Wie bereits weiter oben erwähnt, bietet ein IPS Monitor viel mehr Kompromissbereitschaft für jeden Einsatzzweck. Hier muss man wirklich abwägen was man möchte:

Du möchtest eher Spiele wie Need for Speed, GTA V, Tomb Raider, The Witcher 3 und ähnliche Games zocken? Deinen PC auch für Bildbearbeitung, Webdesign und alltägliches Surfen im Netz optimal nutzen? Dann machst du mit einem IPS Monitor nichts falsch. Diese bieten dir den besten Kompromiss und vereinen Gaming- und Bildbearbeitungseigenschaften in einem Gerät. Die Reaktionszeit liegt meist bei etwa 5ms, was ein guter Wert ist. Für sehr schnelle Shooter jedoch nicht optimal.

4K Casual Gaming

Du möchtest am PC fast ausschließlich Zocken? Oder gar an Ligen, Turnieren und dem E-Sport teilnehmen? Dann gibt es für dich nur eine Möglichkeit. Ein TN Panel wird dir das beste Spielerlebnis bieten. Hier kannst du bedenkenlos alle Games ohne Schlierenbildung und verzögerungsfrei spielen. Zudem sparst du Geld, da ein Display mit TN Panel meist günstiger ist.

4K Hardcore Gaming

 

Welche Bildwiederholrate brauche ich wofür?

Diese Frage erübrigt sich derzeit im 4K Gaming Monitor Bereich. Denn 4K ist momentan technisch auf eine maximale Bildwiederholrate von 60Hz beschränkt. Noch vor 2 Jahren lag diese Beschränkung gar bei 30Hz. Im 60Hz Betrieb bedeutet dies das der Monitor mit einer Auflösung von 3840 x 2160 maximal 60 Bilder pro Sekunde darstellen kann. Mehr schafft die derzeitige Grafikkartengeneration auch nicht.

Selbst eine Zotac GTX 1080 AMP Extreme kommt dabei stark ins schwitzen und wird voll ausgelastet. Im SLI Betrieb kann die 100 FPS Marke geknackt werden. Wie aber bereist erwähnt, macht das bei der Limitierung von 60Hz wenig Sinn. Zudem muss deine Grafikkarte den HDMI 2.0 oder Displayport 1.2 Standard beherrschen. Andernfalls wirst du nur ein Bild mit 30Hz erhalten. Es gibt 4K Modelle die mit 144Hz beworben werden. Hier werden Kunden allerdings von den Herstellern in die Irre geführt.

Ein Großteil der Gamer ist mit einem 60 Hz Monitor ausgestattet. Ein absolut ausreichender Wert für die Meisten von uns. Sofern die Grafikkarte die Leistung liefert, sorgen 60 Bilder pro Sekunde für ein absolut flüssiges Spielerlebnis. Alle Animationen und Bewegungen wirken butterweich.

Unserer Meinung nach ist der Unterschied zwischen einem Bild mit 30 FPS und einem Bild mit 60 FPS deutlich sichtbar. Auch hier ist vieles wieder Geschmacksache. Andere Gamer sind mit 30 FPS absolut glücklich und können den Unterschied zu 60 FPS nicht sehen. Ähnlich verhält es sich mit 60 FPS und 144 FPS.

Profis schwören auf 120Hz, 144Hz oder mehr. Das Bild wirkt dadurch nochmal eine ganze Ecke flüssiger. Dies merkt man besonders auch auf dem Desktop. Die Maus bewegt sich butterweich über den Bildschirm. Auch in Echtzeitstrategie Games sieht man einen gewissen Unterschied.

Bedacht werden sollte allerdings das die Grafikkarte die entsprechenden Bilder pro Sekunde an den 4K Gaming Monitor liefern muss. In dem Fall also 120 bzw. 144 FPS. Sonst macht ein Bildschirm mit einer solch hohen Bildwiederholrate wenig Sinn. Auf das Thema adaptives V-Sync komme ich weiter unten noch zu sprechen.

 

Welche Vorteile bringt ein 4K Gaming Monitor mit sich?

Ein ganz klarer Pluspunkt, die hohe Bildschirmauflösung. Mit 3840 x 2160 Bildpunkten liegt der Bildschirminhalt, im Vergleich zu Full HD, in einer 4 fach höheren Auflösung vor. Das bedeutet deutlich mehr Schärfe und ein glasklares Bild. Spiele sehen in Ultra HD aus wie gerendert. Es kommt praktisch zu keiner Kantenbildung mehr. Die Pixel stehen so dicht beieinander das sich keine wahrnehmbaren Treppchen mehr bilden. Man kann also nahezu Anti Aliasing frei spielen. Das Schont die Ressourcen der Grafikkarte, die dringend für andere Dinge benötigt werden.

Auf dem folgenden Bild siehst du links im Bild Ryse: Son of Rome in 4K Ultra HD Auflösung. Rechts das Gleiche in Full HD. Leider verschieben sich Kontrast und Farben wenn ich zwischen UHD und FHD umschalte, so konnte ich keinen 1:1 Screenshot erstellen. Man sieht aber sehr schön den Unterschied. Links, deutlich schärfer, nahezu fotorealistisch.

Wegen der starken Komprimierung durch das Grafikprogramm, ist die Qualität des Bildes leider erheblich reduziert. Andernfalls wäre es über 5 Megabyte groß. Du solltest das Bild anklicken und in voller Auflösung ansehen. Achtung, das komprimierte Bild hat eine Größe von 1 Megabyte. Nur falls du gerade per Smartphone aus die Seite zugreifst.

Ryse of Rome 4K Gaming vs Full HD

Ein weiterer Vorteil, je höher die Auflösung, desto größer kann der Bildschirm sein, ohne das dass Bild pixelig wird. Bei einem 4K Gaming Monitor kann sogar auf ein Model mit 40 Zoll gegriffen werden, ohne das Pixel wirklich nennbar wahrgenommen werden können. Ob ein 40 Zöller aber auf die kurze Distanz empfehlenswert ist, beantworten wir weiter unten. In diesem Video sieht man den Unterschied noch einmal.

 

Welche Nachteile hat 4K fürs Gaming?

Natürlich bringt ein 4K Bildschirm nicht nur Vorteile mit sich. Das stärkste Argument das gegen Ultra HD spricht dürfte wohl sein das eine leistungsstarke Grafikkarte benötigt wird. Ein klarer Nachteil wenn du nicht planst aufzurüsten. Wenn du einen 4K Gaming Monitor kaufen und auch Games  in dieser Auflösung spielen möchtest, so musst du dir sicher sein das du eine gute Grafikkarte besitzt. Ist dies nicht der Fall, so wirst du schnell enttäuscht werden. Denn ein hochaufgelöstes Bild bringt herzlich wenig, wenn die Grafikkarte nur 20 Frames per Second darstellen kann.

Allerdings ist es keine Pflicht auf einem UHD Bildschirm auch in der höchsten Auflösung spielen zu müssen. Du kannst auch niedrigere Auflösungen wie WQHD oder gar Full HD wählen, bis du dir eine bessere Grafikkarte leisten kannst. Ein weiterer Nachteil, nicht jedes Spiel unterstützt die hohe Auflösung. Besonders ältere Spiele werden meist nur in Full HD dargestellt. In manchen älteren Spielen die 3840 x 2160 Bildpunkte unterstützen, werden Schriften und Symbole nicht richtig skaliert. Dies führt dazu das sie sehr klein dargestellt werden.

Hier kann darauf gehofft werden das Mods von Fans oder Patches vom Entwickler nachgereicht werden. Es gibt keine echten 144Hz Modelle in 4K. Diese wird es auch in naher Zukunft nicht geben. Der aktuelle HDMI 2.0 und Displayport 1.2 Standard kann 4K lediglich mit 60Hz darstellen. Allerdings ist auch derzeit keine Grafikkarte auf dem Markt vorhanden welche 144 FPS in Ultra HD darstellen könnte.

Vorteile

  • Viermal höhere Auflösung zu Full HD
  • Deutlich mehr Schärfe
  • Glasklares Bild
  • Auch in Full HD oder WQHD nutzbar
  • Keine Kantenbildung mehr
  • Selbst auf 40 Zoll kein Pixelsalat

Nachteile

  • Starke Grafikkarte wird benötigt
  • Nicht jedes Spiel unterstützt 4K
  • Keine echten 144Hz Modelle in 4K

 

Je größer, desto besser – Wie viel Zoll soll es sein?

Bei einem 4K Gaming Monitor hat man durch die hohe Auflösung die freie Wahl. Allerdings macht ein 4K Ultra HD Monitor erst ab 27 Zoll Sinn. Andernfalls hat man mit einer Ameisenschrift zu kämpfen. Schriften und Symbole werden durch die ultra hohe Auflösung so winzig klein dargestellt, das es schwierig wird diese mit dem bloßen Auge auf die normale Entfernung erkennen zu können. Viele moderne Spiele skalieren (vergrößern) die Objekte ganz automatisch auf eine lesbare Größe. Auch Windows, ab der Version 8.1, skaliert den Desktop, Symbole und Schriften meist sehr gut. Probleme kann es bei älteren Spielen und Programmen geben. Hier kann entweder auf eine Mod oder einen Patch gehofft werden.

4K Gaming Monitor 27 und 40 Zoll

 

27 Zoll ist die gängige und beliebteste Bildschirmgröße. Jedoch muss selbst bei 27 Zoll meistens immer noch skaliert werden um Schriften und Symbole klar erkennen zu können. Man möchte sich ja nicht jedes Mal vor lehnen. Je größer der 4K Gaming Monitor, desto mehr Spaß macht das Zocken. Selbst auf einem 40 Zoll Bildschirm sehen Spiele in 4K bombastisch aus. Allerdings sind diese derzeit noch sehr teuer. Auf einen 4K Fernseher kann man wegen des hohen Input Lags nicht ausweichen. Weitere Infos dazu findest du hier.

 

Mehr Zoll ist nicht immer gleich besser

Wie bereits weiter oben im Artikel erwähnt, bringt ein 40 Zoll Gerät als PC Bildschirm aber auch Nachteile mit sich. Durch die sehr kurze Distanz zwischen Kopf und PC Bildschirm, wird der Nutzer gezwungenermaßen den Kopf sehr oft drehen müssen um seitliche Objekte zu betrachten. Das ist nicht ganz unproblematisch und sollte getestet werden. Beim Gaming nehmen wir sich bewegende Objekte in einem gewissen Blickwinkel wahr. Sitzt man nun sehr nah vor einem großen Bildschirm, so nimmt man das Geschehen, dass sich am Rand des Bildschirms abspielt, nicht mehr so gut wahr und kann meist nicht schnell genug reagieren.

Es kann gesagt werden das, je größer der Monitor, desto weiter entfernt muss man sitzen. Curved Monitore bieten hier eine gute Möglichkeit, um diesem Problem aus dem Weg zu gehen. Eine Bildschirmgröße von 32 Zoll empfinden wir als ideal für das 4K Gaming und viele weitere Anwendungen. Alles darüber kommt auf den persönlichen Geschmack an und muss getestet werden.

Sitzabstand zum Monitor

 

Was ist V-Sync und was macht es?

V-Sync steht als Abkürzung für Vertikale Synchronisation. Der Begriff taucht in den Einstellungen vieler Spiele auf und beschreibt ein Feature welches die Bildrate der Grafikkarte auf die Bildwiederholfrequenz des Monitors anpasst. Hat der Bildschirm ein 60Hz Panel, so können, mit aktiviertem V-Sync, die dargestellten Bilder auf 60 Frames pro Sekunde reduziert werden. Das spart meist Rechenpower. Denn ein 4K Gaming Monitor kann niemals mehr Bilder darstellen, als es die eigene Bildwiederholrate zulässt. Wenn das Spiel bzw. die Grafikkarte beispielsweise 200 Bilder pro Sekunde sendet, so kann der Monitor trotz allem nur 60 Bilder in der Sekunde darstellen.

Mit aktiviertem V-Sync schont man im Idealfall also Ressourcen und spart Strom. Das ist aber nicht immer der Fall. Zudem wird das sogenannte Tearing eliminiert, welches bei einigen Spielen ohne aktiviertem V-Sync auftritt. Tearing tritt dann auf, wenn die Grafikkarte mehr Bilder an den Bildschirm sendet als dieser verarbeiten kann. Dabei wirken einzelne Bilder wie durchgeschnitten. In vielen Fällen können dies nur geschulte Augen wahrnehmen, da sich das Ganze im Millisekunden Bereich abspielt. Manche stört es, manche nicht.

Tearing

 

Adaptives VSync kann jeder Monitor

Vertikale Synchronisation wird von jedem Monitor unterstützt. Doch aktiviertes V-Sync verursacht oft auch Probleme. So kommt es zu einer verzögerten Darstellung auf dem Bildschirm. Dem sogenannten Input Lag. Wird im Spiel ein Befehl ausgeführt, beispielsweise eine Linksdrehung mit der Maus, so wird der bereits ausgeführte Befehl verzögert am Monitor dargestellt. Dies tritt dann auf wenn sich die Grafikkarte dem Bildschirm anpasst und die an zu viel berechneten Bilder wegfallen. Dabei handelt es sich nur um wenige Millisekunden. In einem hitzigen Onlinegefecht kann dies aber Spielentscheidend sein. Denn durch den verursachten Input Lag ist man nicht in der Lage rechtzeitig auf das Geschehen zu reagieren. Besonders in schnellen Games kann das zum Problem werden.

Auch in Rennsimulationen sorgt ein Input Lag für Probleme. Sitzt man beispielsweise in einem Rennspiel am Steuer eines schnellen Ferraris und nutzt ein Lenkrad als Eingabegerät, so kann man das Problem des Input Lags auch da feststellen. Man sieht die Kurve auf sich zukommen und lenkt ein. Durch die verzögerte Darstellung wurde der perfekte Scheitelpunkt/Einlenkpunkt der Kurve aber bereits überfahren. Da das auf dem Bildschirm gezeigte Bild verzögert dargestellt wird, befindet sich das Auto bereits einige entscheidende Zentimeter weiter vorne und wir reagieren zu spät. Im schlimmsten Fall lenkt man also erst ein, wenn der perfekte Scheitelpunkt bereits überfahren wurde.

Der Lag mag mit bloßem Auge nicht wahrnehmbar sein. Doch filmt man den Bildschirm und das Eingabegerät gleichzeitig in Slow Motion, so sieht man die Verzögerung deutlich. Durch double- oder tripple- buffering wird versucht den Input Lag zu minimieren. Was aber nicht gut gelingt.

Im folgenden Video siehst du 3 verschiedene Einstellungen. Tripple-Buffered, Double-Buffered und deaktiviertes V-Sync. Wie du sehen kannst, ist der Input Lag in der ersten und zweiten Einstellung deutlich wahrnehmbar. Mit deaktiviertem V-Sync hingegen erfolgt die Reaktion auf die Eingabe sofort und ohne Verzögerung. Allerdings kannst du im deaktivierten Fall das deutliche Tearing sehen.

Ein weiteres Problem mit aktiviertem V-Sync tritt dann auf, wenn deine Grafikkarte nicht immer konstant 60 Bilder pro Sekunde an deinen 4K Gaming Monitor liefern kann. Beispielsweise dann wenn sie mit der Grafik überfordert ist. In diesem Fall wird die Bildrate halbiert. Die Grafikkarte sendet dem Monitor dann nur noch 30 Bilder pro Sekunde. Je nach Spiel merkt man den Einbruch der Framerate deutlich. Die Animationen und das Spielerlebnis wirken nicht mehr ganz so flüssig. Es kommt immer wieder zu kleinen Rucklern.

Adaptive vertikale Synchronisierung wurde deshalb länger als Lösung für dieses Problem angepriesen. Dies funktioniert folgendermaßen: So lange die Grafikkarte konstant 60 Bilder liefert, ist V-Sync aktiv. Fällt die Bildrate unter 60 Bilder, so wird V-Sync einfach deaktiviert. Im Prinzip eine gute Lösung. Allerdings kommt dann wieder das Problem des Tearings zum Vorschein.

 

G-Sync und Freesync, die Lösung aller Probleme?

G-Sync bzw. Freesync heißt das Zauberwort auf das sich die Gamerwelt im Moment stürzt. Und tatsächlich ist dieses Feature mehr als nur Marketing um die neuste Grafikkartengeneration gewinnbringend zu verkaufen. Dank Free- und G-Sync, harmoniert die Grafikkarte perfekt mit dem 4K Gaming Monitor. Beide laufen synchron zueinander und passen sich der aktuellen Framerate an. Dadurch werden sowohl störendes Tearing als auch kleine Mikroruckler erfolgreich eliminiert.

Die Bildrate wird nicht auf die Hälfte reduziert, sobald die Grafikkarte die benötigte Leistung nicht erbringt. Und auch der Input Lag wird deutlich reduziert. Liefert die Grafikkarte beispielsweise nur 56 Bilder pro Sekunde, so passt sich der Gaming Monitor dynamisch an und stellt 56 Bilder dar, statt bereits berechnete Bilder erneut darzustellen. Für den Gamer natürlich völlig unsichtbar.

G-Sync und Freesync

G-Sync wurde von Nvidia entwickelt und Anfang 2014 vorgestellt. Um G-Sync nutzen zu können wird zwingend ein Monitor mit einem eingebautem G-Sync Modul benötigt. Die Lizenzgebühren für dieses Modul, oder auch Scaler Chip genannt, sind recht hoch, was darin resultiert das G-Sync Bildschirme meist recht hohe Anschaffungskosten haben. Bereits Nvidias 6er Reihe unterstützt G-Sync.

AMD zog 2015 mit Freesync nach. Während Nvidias G-Sync eine reine Hardwarelösung ist, nutzt AMD für Freesync eine Softwarelösung. Dadurch sind 4K Gaming Monitore mit Freesync erheblich günstiger, da keine Lizenzgebühren fällig werden. Freesync wird ab der R7 und R9 Serie unterstützt.

 

Top Gaming Bildschirme für AMD und Nvidia Fans:

Nvidia Gamer
Acer Predator XB321HK

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Samsung U28E590D

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AMD Gamer
Iiyama GB2888UHSU-B1

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Beide Technologien ähneln sich sehr. Beide Synchronisationslösungen umgehen das Problem des Tearings, verhindern Mikroruckler und sorgen für ein flüssiges Spieleerlebnis. Ein 4K Gaming Monitor der mit G-Sync oder Freesync ausgestattet ist, passt die Bildwiederholrate der von der Grafikkarte gelieferten Bilder pro Sekunde dynamisch an.

Das bedeutet das Monitor und Grafikkarte synchron zueinander funktionieren. Dadurch erhält der Gamer ein deutlich flüssigeres und ruhigeres Bild ohne Tearing oder störenden Mikrorucklern. Das Bild wirkt butterweich. Im folgenden Video von Nvidia wird das Ganze noch einmal verständlich erklärt:

 

Welche Grafikkarte brauche ich für einen 4K Gaming Monitor?

Ein 4K Gaming Monitor fordert der Grafikkarte enorm viel Leistung ab. Schließlich muss sie eine vierfach höhere Auflösung – also vier mal mehr Bildpunkte – berechnen. Das bringt selbst starke Grafikkarten ins schwitzen. Benchmarks beliebter Spiele wie The Witcher 3, GTA V, Fallout 4, Metro Last Night etc. zeigen, das selbst eine starke GTX 1080 mit allen Details auf Ultra, ganz knapp an die 60 Bilder pro Sekunde Marke rankommt. Allerdings kann auf 4K das Anti Aliasing abgeschaltet werden, da keins benötigt wird. Um also in 4K spielen zu können, sollte mindestens eine Nvidia 980 TI oder eine GTX 1070 im PC schlummern. Wer auf AMD setzt, sollte eine R9 Fury X im PC haben

 

4K Gaming Fazit

Zusammenfassend kann gesagt werden das ein speziell fürs Zocken ausgelegter Bildschirm ein TN Panel haben sollte. Somit ist eine schnelle Reaktionszeit meist garantiert. Diese sollte mindestens bei 5ms liegen. Je niedriger, desto besser. Wichtig ist ein 4K Panel mit 60Hz und eine Grafikkarte die HDMI 2.0 oder Displayport 1.2 unterstützt. Andernfalls wird man mit 30Hz wenig Freude am Zocken haben. G-Sync und Freesync sind definitiv nette Features die das Bild noch einmal aufwerten und eine flüssige Bilddarstellung selbst bei niedrigen Framerates ermöglichen.

Die Schwachpunkte des TN Panels sollten jedoch berücksichtigt werden. Diese wären eine schlechte Blickwinkelstabilität und, im Vergleich zu IPS, eine schlechtere Farbtreue. Wer nicht gerade an Turnieren im E-Sport Bereich teilnimmt und das Gaming eher als Hobby pflegt, kann sich auch überlegen zu einem IPS Monitor mit einer niedrigen Reaktionszeit zu greifen. Gute Durchschnittswerte liegen bei 5ms. Ein Display mit mindestens 27 Zoll sollte es bei 4K definitiv sein. Alles darunter macht herzlich wenig Sinn.

Ob man sich jetzt schon einen 4K Gaming Monitor anschaffen sollte, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wer die nötige Rechenpower bereits im PC hat, wird mit einem unglaublich scharfen und absolut klaren Bild belohnt. Spiele wirken dadurch fotorealistisch. So gut sah Gaming noch nie aus. Alle Anderen die nicht das nötige Kleingeld haben, sollten eventuell noch warten. Grafikkarten, welche die nötige Leistung mitbringen, sind immer noch recht teuer. Sogar eine gebrauchte 980 TI wird mit einem Preis von etwa 300,- € gehandelt. Viel Geld für junge Gamer 🙂 Und selbst dann wird man nicht bei allen Games auf Ultra Einstellungen spielen können.

4K Gaming gehört die Zukunft, das steht fest. Aber bis es diese Technologie zu einem erschwinglichen Preis gibt, wird sicher noch etwas an Zeit vergehen müssen. Bis dahin sind 1440P WQHD Monitore eine gute Alternative zu Full HD und bilden eine Zwischenstation. Wer am PC arbeiten, Bilder und Videos bearbeiten, Filme schauen, Tabellenkalkulation und Texte verarbeiten möchte, der kann jetzt schon zu 4K greifen. Hier sind die Vorteile zu Full HD immens.